Mensch, hätte ich das eher gewusst…!

Unter diesem Motto hat der Feuerwehrverband Ostfriesland e.V. einen Videowettbewerb gestartet.

Interessierte Bürger und Feuerwehren wurden dazu aufgerufen ein Video zur Mitgliedergewinnung zu gestalten. Mit dem besonderen Schwerpunkt der Gewinnung von Mitbürger mit Migrationshintergrund.

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Ein paar Gedanken hierzu

Es ist wichtig, dass auch wir auf diese Menschen zugehen. Meistens haben diese doch eher Angst vor Uniformierten. Die Frage ist, wie können wir ihnen die Angst vor uns nehmen, da wir ja als Feuerwehr ihnen nicht schaden möchten, sondern helfen? Ist dies nur mit Informationen getan oder ist es nicht sogar besser, diese Menschen mit in den Einsatzdienst einzubeziehen. Dies auch mit Hinblick auf den demografischen Wandel, der in Ostfriesland und auch bei uns in Berumerfehn noch nicht stark zu spüren ist, aber sich mit immer größeren Schritten nähert und auch bei uns ankommen wird.

Wie können wir Menschen für die Feuerwehr begeistern?

Zunächst steht die Frage im Raum, welche Erfahrungen, Ängste und Fragen die Mitbürger mit Migrationshintergrund aus ihrer Heimat mitbringen. Mit dem Bild der Feuerwehr, die wir kennen, gehen Bilder von Kameraden in Uniformen, Atemschutzgeräteträgern mit Masken und viele Gerätschaften mit unterschiedlichsten Funktionen selbstverständlich einher. Genau an der Stelle, wo für uns alles selbstverständlich erscheint, sollte man ansetzen und unsere Mitbürger, die vielleicht „Gasmasken“ mit Gasangriffen oder Uniformen mit Gewalt verbinden, anfangen zu informieren.
Durch Einladungen zu (Informations-)Veranstaltungen und zum Feuerwehrdienst kann dann gewecktes Interesse zum Beispiel durch praxisnahe Übungen näher gebracht werden.
Erstmal müssen wir diesen Personen die mögliche Angst vor uns nehmen, da in den Nationen, aus denen diese Bürger kommen, meist das Militär unifomiert ist. Wenn jemand mit „Gasmaske“ erscheint, fliehen diese Menschen, da dies ein Zeichen für ABC Waffen sein kann.
Haben wir dies durch Informationsveranstaltungen geschafft, z.B. beim Deutschkurs, dann können wir diese Menschen zu uns in den Dienst einladen, ihnen die Arbeit der Feuerwehr durch praxisnahe Übungen zeigen, so, wie man es mit der Jugend im Rahmen der Jugendfeuerwehr macht. Zu beachten wäre hierbei aber auch, dass es in ihren Herkunftsländern meist keine Feuerwehr nach deutschem Vorbild, im schlimmsten Falle gar keine Feuerwehr, gibt.

Sollten Sie auch einen Idee haben, wie sie ihren Mitmenschen die Feuerwehr näher bringen können, dann nehmen Sie sich eine Kamera, ihre Feuerwehr und drehen Sie einen Film. Alle Infos hierzu so wie zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.kfv-aurich-ev.de. Einsendeschluss ist der 30.4.2015

Foto kfv-aurich-ev.de